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[Mein Tagebuch: 13.7.08, 8:35 Uhr]

12. Juli 2008, überall zwischen Hamminkeln und Düsseldorf
Der ZWAKKELMANN "Vollhorst"-Release-Marathon
feat. Frank L. & David S. / BASH! / Nonstop Stereo

Als ich irgendwann in dieser beschaulichen ersten Hälfte des Jahres 2008 mit Schlaffke und ein paar anderen, im AZ Mülheim den Aufstand alter Männer auf den Stühlen und an den Tischen des Kneipenraumes probte, besiegelte die - ich weiß nicht wievielte - Flasche Bier.... ja... man sollte am frühen Morgen nicht mit so schwierigen Sätzen anfangen. Was ich sagen oder schreiben wollte ist: Irgendwann kam uns allen die Idee, dass das dritte Zwakkelmann-Album doch eigentlich auf RilRec erscheinen muss. Argumente hatten wir dafür zwar keine, aber Schlaffke war sofort hellauf begeistert und nur wenige Biere später, war der Bierdeckel, den ich für solche Zwecke immer mit mir führe, vom Künstler unterschrieben. Und ich konnte endlich meinen Lohnabhängigen-Status an den Nagel hängen.

Als Schlaffke dann irgendwann über 20 Songs fertig hatte, kam ihm die blendende Idee, dass man aus diesem ganzen Zeug doch viel mehr machen könnte, als "nur" ein neues Zwakkelmann-Album. Also schmiss er seine Fender Stratocaster kurzerhand in die Ecke, griff zum Griffel (ha!) und schrieb rund um seine Songs die kleine feine Geschichte von Vollhorst, einem Verlierer vom Niederrhein, der sich eines Tages in den Zug setzt um von seinem tristen Heimatort Hamminkeln nach Duisburg zu fahren. Denn hier veranstaltet sein Studienkollege Honk eine Party und da darf/soll/will/muss Horst natürlich nicht fehlen. Als Herr Zwakkelmann drei Jahre später den Griffel wieder zur Seite legte, war sie fertig: Die Punk-Rock-Oper im Spargewand. Dank der Essener Künstlerin Nina Pelka war diese Geschichte entsprechend würdig als Booklet umgesetzt worden und als wir endlich die Tonträger aus dem Presswerk bekamen, glänzten unseren Augen wie Hulle. Geile Scheiße!! "Vollhorst - Singspiel in 20 Liedern" lag in unseren Händen. Eine Punkrock Oper von Zwakkelmann himself. Wow!

Und klar - ohne Release-Party geht es nicht und ich habe keine Ahnung mehr, was ich an diesem Abend getrunken habe, aber irgendwann kam mir die Erkenntnis, dass eine Release-Party zu einer Punkrock-Oper doch nur da stattfinden kann, wo sie stattfindet. Eine überwältigende Logik - solch klares denken war ich von mir bisher gar nicht gewohnt. Also den Fahrplan gecheckt und feierlich verkündet: Wir feiern das neue Zwakkelmann-Album im öffentlichen Nahverkehr!

So machten wir uns am 12.07. um 14 Uhr, also quasi mitten in der Nacht, auf die Socken. Zunächst ab Düsseldorf, über Duisburg, Oberhausen und Wesel nach Hamminkeln, wo der Herr Zwakkelmeier schon auf uns wartete um ne gute halbe Stunde später zurück Richtung Ruhrpott zu düsen. Dass wir natürlich schlecht ne Riesenwerbung starten konnten, wo wir verkünden, den Zug mit ner Horde von Punks zu stürmen, um da lustig flockig n Konzert drin zu veranstalten, lag auf der Hand. Und so ging das meiste nur via Mundpropaganda. Ich schätze ca. 30 Leutchen waren es schließlich, die gut gelaunt auffem Dorf ankamen und hätte nicht unter der Kemnader Brücke noch ne andere Veranstaltung stattgefunden, wären wir vermutlich doppelt so viele oder mehr gewesen. In Hamminkeln, wo - um die Sache perfekt zu machen - heute auch noch Schützenfest war, stiegen noch einige Leute hinzu und als wir das Ruhrgebiet passierten um schließlich in Düsseldorf auszusteigen, war unsere Meute auf knapp 60 Leutchen angewachsen. Oha...

So zwakkelte Herr Schlaffke einen Gassenhauser nach dem nächsten runter: Im "lustigen Bocholter" - dem sage und schreibe alle zwei Stunden verkehrenden Zug zwischen Hamminkeln und Wesel -, im RE von Wesel nach Düsseldorf, am Bahnsteig des Düsseldorfer Hbf, an der Straßenbahnhaltestelle am Düsseldorfer Hbf, auf der Straßenbahnhaltestelle am LZ und schließlich im LZ itself. Streng genommen waren das sieben Konzerte - ein Fall fürs Guinnessbuch. Unglaubliche Szenen, die sich da teilweise abspielten und die wirklich nicht in Worte zu fassen sind. Zum Beispiel, als der Künstler auf dem Dach der Straßenbahnhaltestelle stand und auf den Fenstersimsen des gegenüberliegenden Hauses ihm die Leute zujubeln und gar nicht schnell genug ihre Handyvideos drehen können. Jedes Foto und jedes youtube-Video können das leider alles gar nicht so wiedergeben. Na latte... Das erstaunliche an dieser Fahrt: Nicht ein einziges mal kamen uns irgendwelche übermotivierten Securitygeschwader, geschweige denn Bullen, in den Weg. Laaaaangweilig!! Haha, nein nein, eigentlich ja auch mal wirklich schön, dass das alles so verdammt glatt ablief. Fahrscheine hätte man sich auf jeden Fall sparen können.

Als wir am Ziel unserer Reise, dem Linken Zentrum/Hinterhof in Düsseldorf ankamen, waren viele natürlich schon entsprechend gezeichnet. Und als Frank L. und David S. sieben Stunden nach unserem Start die Bühne betraten, musste ich mich schon mit Club Mate und Herrmann Cola über Wasser halten. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass das LZ noch so gut gefüllt sein würde, aber rund 100 Leute dürften es gewesen sein, die sich dieses (hoffentlich nicht) einmalige Schauspiel gaben: Die beiden Herren von Nonstop Stereo spielten einige Klassiker von Franks alter Band BASH!, dazu ein paar Nonstop Stereo-Songs, usw. - und das alles mit lediglich zwei Stromgitarren. Quasi eingestöpseltes Unplugged. Und verdammte Scheiße, was kam das geil rüber!! Etwas schade, dass das natürlich alles im Rahmen des ganzen Tages ein wenig unter ging, aber ich wußte es trotzdem noch zu genießen.

Als krönender Abschluss betrat schließlich ein inzwischen dermaßen bracker Zwakkelmann die Bühne, der fast bei jedem Lied zwischendurch kurz aufhören mußte zu spielen, um mit der Nase auf sein Textheft zu stossen und entsprechende Zeilen nochmal nachzulesen. Und was auch immer gewisse Individueen dazu verleitet, sich auf der Bühne blank zu präsentieren, obwohl der Saal schon Lange lautstark "anziehen" fordert, wissen wohl nur die Leute, die heute offenbar per Münzwurf entschieden, ob sie an unserer Fahrt teilnehmen oder doch lieber aufs Hamminkelner Schützenfest gehen. "Hurra", das ganze Dorf ist da!! Rotzalledem - es war einfach nur saugeil!! ´n besonderer Dank geht an Toxo, Nicole, Rikk und eben alle, die dazu beigetragen haben, dass wir mit dem LZ einen optimalen Anlaufpunkt nach diesem Marathon hatten. Hellau und alaf!!

PS: Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass inzwischen auf den Regionalexpress-Klos die "Bitte verlassen Sie diesen Raum so, wie Sie ihn vorgefunden haben!"- gegen "Bitte verlassen Sie diesen Raum so, wie Sie ihn gerne vorfinden würden!"-Schilder ausgetauscht wurden? Aber wer hat schon drei Stunden lang Zeit für sowas... Auf jeden Fall ne clevere Idee, die Putzkräfte einzusparen...

Hier geht es zum ersten Teil der Fotos

Hier geht es zum zweiten Teil der Fotos

 

Die The Videos

0. Am Bahnhof in Hamminkeln:

- Schlaffke hat alles mobilisiert

1. Im "lustigen Bocholter" von Hamminkeln nach Wesel:

- Augenfick
- Keiner zog den Colt so schnell wie ich

2. Im RE von Wesel nach Düsseldorf:

- 17 Jahr, blondes Haar
- Barfly
- Durchgedrehter Spinner
- Grässliche, hässliche Menschen
- Guinnessbuch
- Tomatenrotes Haar
- Totensonntag

- Die Ankunft in Düsseldorf

3. Am Düsseldorfer Hbf / Bahnsteig

- Tomatenrotes Haar

4. Am Düsseldorfer Hbf / Straßenbahnhaltestelle

- Guinnessbuch
- Sturmfrei (ein kläglicher Versuch)

5. In der Straßenbahn zum LZ

- Grässliche, hässliche Menschen

6. An der Endhaltestelle

- Die Ankunft
- Guinnessbuch (Teil 1) (Teil 2)

7. Im LZ

- Durchgedrehter Spinner

8. Frank L. & David S.

- Weil Du so bist (BASH!)
- Selig (BASH!/R.M.)
- Ich liebe Dich für immer (Casanovas Schwule Seite)
- My Way

Keith!!! Ich hätte 10 geschafft, aber youtube nicht...


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