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[Mein Tagebuch: 7. Januar 2007, 10.57 Uhr]

6. Januar 2007, Jugenpark GmbH zu Köln
St. Pauli-Soli-Gelöt zugunsten von kriminalisierten Fußballfans
Surfits (Elmshorn) + Big Bellies (Aachen) + The Kleins (Duisburg)

Jugendpark GmbH in Köln. Aha... kennt kein Schwein, nicht einmal der gängige Kölner-Pennerverband. Direkt unter der Autobahnbrücke in einem großen Jugendpark steht ein schickes Häusken welches als Jugendzentrum dient. Und es ist echt ne Schande, dass hier nicht öfter was geht, denn die Räumlichkeiten sind mal wirklich nich von schlechten Eltern. Ja.

Vorgeschichte: Vor ner Woche ruft mich der Booker von den Surfits an, ob ich nicht noch ne Band für ihn hätte. Na sischer dat, dann kommen doch mal die Kleins aus ihrem muffigen Proberaum zu Duisburg-Hochfeld raus. Also ab ins beschauliche Köln und nach einer Irrfahrt von 3 Tagen finden wir tatsächlich den Laden, auch wenn dieser merkwürdige Taxifahrer uns unbedingt in die andere Richtung schicken wollte.

Als wir am Jugendpark aufschlagen, hängen da in erster Linie noch die einheimischen Kids rum. Also hier hätte ich keen Bock Sozialarbeit zu spielen. Das ist nicht wirklich Punkrock sondern schneidet eher die Gabba-Fraktion. An einem Tisch sitzen zwei 14jährige mit ner 5-Liter-Dose-Warsteiner, während an der Theke ne Hand voll Proll-Tusen und -Kerle rumlungern. Natürlich ändert sich im Laufe des Abends die Szenerie und am Ende ist ein sehr ansehnliches Publikum vor Ort. Die SURFITS, die den Gig mit organisiert haben, kommen mit nem 50 Mann-Bus aus Elmshorn. Hammer! Entsprechend Brack ist der eine oder andere nach seiner Altstadt-Tour. Sehr verwunderlich auch, dass jemand wie der Westfale so nette Kumpels hat. Hrrhrr.

Doch vorher ist alles noch mit Warten verbunden und Bier ist auch noch nicht da. Also was mach ich Spinner? Genau.... Kippen schnorren... aber das war echt ne Ausnahme und viel mehr als 10 Kippen dürften das auch nicht gewesen sein. Übrigens gibt es in dem Schuppen keinen Kippenautomat. OK, ist n JUZ, aber ich werde mich da bei Heiko nochmal höxtpersönlich beschweren.

Dafür gibt es dann endlich auch Bier, bzw. GAFFEL KÖLSCH. Juchuuu! Das am wenigsten schlecht schmeckende Kölsch! Durfte ich einst in der Penner-WG rauf- und runterkonsumieren und parallel über die grünen Berge auf dem Holzbrett staunen. Jaja, lang lang ists her...

Irgendwann legen dann auch nie KLEINS los. Der Laden ist zwar noch nicht merklich gefüllt, aber die rund 50 Anwesenden findens offenbar sehr gut. Ich auch. 45 Minuten Spielzeit und feddich is die Laube.

Neben den ersten Alkoholleichen gibts dann auch endlich die ersten weiteren Verletzten. Jörch reisst sich möglicherweise das Kreuzband, möglicherweise aber auch nicht. Ich schnorr weiter fleissig Kippen und als mir eine junge Dame die ihrige zum Weiterrauchen gibt und ich zwei mal dran gezogen habe, fragt sie kurz: "Hattest Du schon Windpocken?" Ich guck sie nur staunend an, bis sie mir Bauch und Arme präsentiert. Verdammt! Vorher fragen wäre irgendwie cooler gewesen.

Jau, bei den beiden Ska-Kapellen ist richtig gute Stimmung und ich frage mich, wer mich am meisten aus dem Publikum begeistert. Der lustige Sonnenbrille tragende Turbojugend-Elmshorn-Typ, der schon bei den Kleins ordentlich abgeht. Oder sein Kumpel aus dem gleichen Club, der - als ich ihn kurz vor der Heimfahrt anspreche - eine grandiose Art "gelangweilte Aggressivität" an den Tag legt. Pluspunkt auf jeden Fall auch an die beiden Junx, die vor dem Laden mit ner Kiste ASTRA trohnen, als ich mit meinem fast leeren Gaffel dort vorbei stolper und gerade anfangen will, Loblieder aufs ASTRA zum besten zu geben um den Herren noch eine dieser kleinen unwiderstelichen Fläschchen zu stibitzen. Doch bevor ich überhaupt übers zweite Wort hinaus komme, meinen diese bloss: "Halt die Schnauze, nimm eine und gut." Wow, ob die schon wussten, was sie erwartet, wenn sie mich ausreden lassen?

So rinnt die Zeit dahin. Höchst überrascht bin ich, als ich die - nennen wir sie mal St.Pauli-Fanszene-Urgesteine Tanja und Passanten-Sandra treffe. Wow, dann war die Paadie ja doch besser beworben als anfanx befürchtet. Und für den krönenden Abschluss sorgte der Veranstalter himself. Nachdem wir ihn ne halbe Stunde zwecks Abrechnung gesucht hatten und wir das mit ihm dann gerade erledigt hatten, brach er sich unmittelbar danach den Fuss und wurde mit dem Krankenwagen vom Geschehen entfernt. Hoppala.

Insgesamt ne sehr gute Veranstaltung. 1000 Dank an die Organisatioren - hoffe, dass da einiges zusammen gekommen ist und es nicht noch weitere Ausfälle gab. Und am Ende steuerte tatsächlich der nüchterne Daniel das Auto nach Hause, während Haui es sichtlich genoss, mal nicht Fahrerarsch spielen zu dürfen.

Hellau!

PS: Wozu ist eigentlich das klitzekleine Loch direkt über dem Abfluss?

PPS: Für unseren Mai-Gig haben jetzt neben PASCOW auch NONSTOP STEREO zugesagt. Yeah!


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