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Hell
yeah. Nachdem ich den Zwakkelmann ja auf Buntens Vierzichsten nicht
abfeiern konnte, weil wegen krank, ergab sich jetzt doch tatsachensächlich
die erneute Gelegenheit. Und da es ja immer himmlisch ist, mit eben
dem Herrn Schlaffke im Vorfeld etwas zu schnacken und es eh anstand,
trudelte ich mit Daniel schon so gegen 19 Uhr los. Trotz Streik fuhr
unser RE nahezu planmäßig, was offenbar auch die Faschos
im Nebenabteil (schwarz-weiß-rote- und NP D-Aufnäher "Verzierungen")
mitbekamen. Und das, wo ich doch immer so schnell Herpes kriege.
Der
Herr Schlaffke und seine Bigband verfuhr sich jedoch, so dass wir zunäxt
als einzige Gäste uns auf die Couch fallen ließen. Nach und
nach trudelte der gemeine Ruhrpottpöbel dann auch ein, allerdinx
wollten sich die Räumlichkeiten nicht wirklich füllen. Der
Grund lag ja auch auffe Hand: Das Druckluft Oberhausen feierte 26.Geburtstag
mit Paadie in sämtlichen Jebäuden und diversen Livebands.
Ist mir mehr als ein Rätsel, dass selbst schon das AZ und das Druckluft
es nicht hinbekommen, sich bei sowas abzusprechen. Die Zeiten, in denen
Konzertgruppen wie Fabrik (im Exil), Virus, usw. Hand in Hand agierten,
scheinen leider wirklich vorbei zu sein. Ich weiß auch nicht mal,
wer im AZ heute den Gig gemacht hat, daher will ich da auch keinem direkt
zu nahe treten. Is auf jeden Fall nicht gut sowas und da sollte dran
gearbeitet werden.
Mehr
als gefühlte 30 Leutchen dürften sich dann auch nicht eingefunden
haben, wobei der Bekanntheitsgrad untereinander bei 90% gelegen haben
dürfte. Sprich: Von 30 Leuten so 27 bekannte Fressen, is ja quasi
dann sowat wie Buntens Geburtstag.
Als
erste Kombo durften Jean Coppong und Band ran. Also mal reingeschneit,
angeguckt und für "durchgefallen" empfunden. Wir machten
trotzdem nicht den Fehler die Halle widda zu verlassen, denn da irgendwas
mit dem Keyboard nicht funzte, entwickelte sich die Darbietung eine
Zeit lang zum Hörspiel. Und staunend erfuhren wir, dass die Junx
sich einen Golf von Avis für heute mieten mussten und vieles mehr
aus deren Leben. Comedy pur!
Irgendwann
ging es weiter und damit steigerte sich dank der Kombo auch unsere Stimmung.
Lieder von roten Flamingos, im poppigen Gewand mit Refrain-Mitgröhlmöglichkeit
und ein sensationeller Keyboarder, der zu der Bühneshow wesentlich
beitrug. Der tat nämlich in erster Linie das, was man halt so tut:
Rauchen und Uppmaachen. Allerdinx, insbesondere das Qualmen, in einer
Kette, wo selbst ich fasziniert empor starre. Gehen wir mal davon aus,
die Herren haben 60 Minuten gespielt, so hat der junge Mann locker 58
Minuten lang an seinen Kippen gezogen.
Unglaublich!
Dazu sah der Typ noch aus wie Herr Mo Useless in 10 Jahren. Nur mit
dem feinen Unterschied, dass Herr Useless auch in 10 Jahren sicher noch
keine eigenen Kippen hat und sich munter durchs AZ schnorrt. ICH wußte
jedenfalls jetzt auch, wo ich mir all die Kippen, die Herr Useless in
seiner Lunge hat ("die Lunge wächst mit den Aufgaben, die
man ihr stellt"), zurückhole und schnorrte pünktlich
mit dem letzten Keyboardklang einen Teil der offenen Rechnung bei Useless
verlorenem Bruder zurück. Zwar durfte ich im Gegenzug ein Bier
hergeben, dass war es mir aber wert.
Ansonsten
überlege ich gerade, wieviel Musik bei den gesagten 60 Spiel- und
58 Rauchminuten rumkam, da neben den erwähnten Anekdötschen
auch immer mal ein paar Anspielversuche wiederholt wurden oder der Keyboarder
halt mal pinkeln ging und wir während der Zeit warten durften.
Wie auch immer: Ich dachte immer die Bottroper SO WHAT! seien die unterschätzesteste
Band ever. Falsch! Jean Coppong (haargenrau so sieht der Keyboarder
auch wirklich aus, auch wenn er vermutlich nicht mal gemeint ist) und
seine Band sind es!!
So,
zwischendurch bissel Luft holen, denn der Zwakkelmann kommt und auf
einmal waren auch alle drinne und die Stimmung schwappte locker über.
Sensationelle Stimmung, ein 1A Zwakkelmann (auch wenn er selber daran
zweifelte) und einfach nur hopsasa und tralala. Es entwickelte sich
ein großartiger Abend und juchuuu. Just fucking Andy und seine
Junx schaffte ich nur noch zwei Songs, ehe es Pommes holen ging. Geile
scheiße, sehr gelungener Abend mit nem Arsch voll netter Menschen
und hellau und alaf. Und oi! natürlich. Jetzt: Oi!
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