Sonntag, 08.03.26, 15:30 Uhr, Bundesliga (M), 25. Spieltag, Millerntor

Disclaimer: Diese(r) Blog(-Rubrik) ist im Stile alter klassischer Punk-Egozines (Ego-Fanzines) gestaltet. Sprich es geht hier primär um das (Er)Leben der jeweils schreibenden Person und das kann manchmal sehr weit über den vorgeschobenen Aufhänger (das Spiel) des Berichtes hinaus gehen. Wir haben weder den Fokus auf (Vollständigkeit) fanspezifische(r) Themen und erst Recht nicht auf das sportliche Geschehen. Für beides sehen wir andere digitale und physische Publikationen für geeigneter an und auch nicht alles was uns durch die Hirse geht und/oder geschieht, muss hier auch rein. Es ist also alles sehr persönlich und geht häufig über den Spieltag hinaus. In diesem Sinne: Enjoy oder auch nicht.

Vorgeplänkel, Planungsscheiß, lange vorher

Eigentlich so ein Spiel, wo ich morgens mit Zug hin und abends zurück fahren würde, so viele Kapas das auch kosten mag. Doch ein Blick auf den Fahrplan zeigt, dass die Gefahr hoch ist, mir meinen (!) ICE mit SGE-Fans teilen zu müssen. Da ich viel Wert auf Stille im Ruheabteil lege und ich zum Glück meine Lohnabhängigkeit etwas schieben kann, geht es halt schon Samstag los und Montagmorgen zurück. Natürlich checke ich auch den Restspielplan der Ligen 1 bis 3 und stelle fest, dass ich schlimmstenfalls ein paar Kieler*innen, die mir auf dem Weg nach Darmstadt auf der Strecke entgegen kommen, todesmutig durch die verschlossenen Fenster irgendwas mit Niederlage und so zuschreien kann. Und möglicherweise werden auch ein paar Dortmunder*innen am Umsteigebahnhof auf dem Weg nach Köln ein wenig durch die pure Zurschaustellung ihrer Vereinsfarben nerven. Aber solange keine Junggesell*innenabschiede das Ruheabteil entern, bin ich guter Dinge mit ausreichend Kapas am Sonntag dem nächsten Sieg beiwohnen zu können. 

Kapiert ihr alles nicht? Ich manchmal auch nicht, aber so ist das halt als HSP, zumindest mit meinen Ausprägungen.

Noch mehr Egokram für HSP-Leidensgenoss*innen (von Konzerten und Auswärtsspielen)...

...und sonstige Menschen, die es interessiert, klaro (der Rest kann gerne vorspulen):

Ich war letztens mal wieder auf einem Konzert. Zum ersten Mal seit knapp 8 Monaten! So eine lange Pause dürfte es seit meinem ersten Konzert irgendwann in den 80ern noch nicht gegeben haben. Vorbei die Zeiten, wo ich angepisst war, wenn ich in einem Jahr mal keine 100 Gigs geschafft habe und meine Erlebnisse in Zines und Büchern niederschreiben konnte.

Es war zum einen wirklich schön: Kleines, klassisches JuZ-Konzert, viele Leute getroffen, früher Beginn (20 Uhr), 4 Bands (davon 3 mit Freund*innen/Bekannten auf der Bühne), eigentlich ein perfekter Rahmen. Die Realität darüber hinaus sah dann so aus: Von der ersten (und einzigen mir unbekannten) Band habe ich - in der hintersten Ecke an der Wand stehend (nix neben der Box vorne links) - 4 Songs geschafft, obwohl ich sie echt gut fand. Zu voll, zu viele Reize. Dann ab in den kleinen Außenbereich, wo es genauso voll war, wie oben. Gefühlt 1000 Stimmen, alle gleich laut.

Bei der 2. Band the same. Nur dass ich nicht raus in den Außenbereich bin, sondern nach wenigen Songs in den Vorraum ging, wo es deutlich leerer und akustisch nicht ganz so überfordernd war. Von der 3. Band bekam ich dann auch wieder nur wenige Songs mit, bevor ich noch vor 22 Uhr die Rückreise antrat. Ging nicht mehr, too much. Somit verpasste ich ausgerechnet "unsere" Label-Band LOSER YOUTH, ein Jammer.

Seitdem ich mir meiner Hochsensibilität bewusst bin und die ganzen Reize nicht mehr mit viel zu viel Bier übertünche, sind solche Abende eine riesige Herausforderung für mich. Aber ich will da auch hin, auch wieder öfter und mich dem stellen, Strategien entwickeln, weil ich ja auch irgendwie Bock darauf habe. Einerseits. Andererseits eben auch nicht (weil ich weiß, was mich erwartet) und daran gilt es zu arbeiten. Denn ich will da wieder ausschließlich Bock drauf haben. Glaub ich zumindest.

Dann werde ich natürlich auch immer mal wieder gefragt, wie ich das denn mit dem Fußball schaffe. Da nehme ich ja nach wie vor mit, was geht. Und wie regelmäßig Lesende wissen, ist auch das kein Zuckerschlecken für mich. Aber es ist noch mal was anderes und am Ende sind Konzerte, "soziale Verpflichtungen" (z.B. im Rahmen der Lohnabhängigkeit irgendwelche Treffen/Feierlichkeiten) und selbst Wohnzimmer-Geburtstage in Sachen Reize für mich noch mal ein ganzes Stück extremer.

So ist die Antwort darauf: Eine wirklich umfangreiche Vorbereitung, insbesondere away (bei Heimspielen sind die Triggerpunkte - wenn ich erstmal da bin - deutlich Stück geringer, wegen gewohnter Abläufe, dem Wissen darüber, was mich erwartet und was ich vermeiden muss etc.). Und away sieht das dann so aus:

Sobald die Spiele so weit entfernt sind, dass wir/ich da nicht mal eben in unter 2 Stunden mit Auto da sein können, geht das nur mit Übernachtung. Aktivitäten vor und nach dem Spiel werden weitgehend vermieden, Ruhe ist wichtig. Zum Stadion geht es von der Unterkunft so früh los, dass die Öffis dahin noch leer sind und wir (mit) als erste am Eingang stehen. Inklusive Puffer, falls irgendwas unterwegs dazwischenkommt. Drin gehen wir recht früh auf unseren Platz, das heißt: Sitzer bzw. Steh-Sitzer sind Pflicht und Diskussionen a la "auswärts ist doch egal, wo mensch steht/sitzt" vs. "das ist aber mein Platz und da will ich auch hin" möchte ich unbedingt vermeiden, da ich trotzallem eh überreizt bin (auch wenn mensch mir das nicht immer ansieht/anmerkt).

Zum Glück ist diese Stadionatmosphäre für mich (im Regelfall) bei weitem nicht so schlimm, wie die vielen, für mich gleich lauten/intensiven Stimmen in einer vollen Kneipe oder bei einem Konzert in den Pausen. Schwer zu erklären, weil eigentlich denkt mensch ja, dass das hier noch viel extremer für mich sein müsste. Aber durch die super vielen Leute und das offene Stadion kommt das in meinen Ohren oft (leider auch nicht immer) ein Stück breiiger an, was durchaus hilft. Im schlimmsten Fall mache ich noch meine Hörgeräte aus. Und wenn später supportet wird, ist es eh alles eins. Wenn ich dann noch mitmache und/oder ich im Spiel gefesselt bin, dann ist das was komplett anderes, als ein Konzert oder auch ein gut besuchter Wohnzimmergeburtstag.

Unterhaltungen mit bekannten und befreundeten Menschen sind im Stadion mal willkommene Ablenkung und mal zusätzliche Belastung. Meistens verstehe ich in dem Stimmengewirr (ob breiig oder nicht) davon eh kaum was. Zum Glück wissen inzwischen auch viele, mir gut bekannte und/oder befreundete Menschen von all dem, so dass ich auch einfach mal sagen kann: "Sorry, das wird mir gerade zu viel" und/oder "sorry, ich versteh kein Wort", (hoffentlich) ohne dass jemensch angepisst ist deswegen (auch wenn ich mich dann oft so fühle). Will sagen: Versucht ruhig mit mir zu reden, ich weiß immerhin inzwischen die Notbremse zu ziehen. ;)

Nach dem Spiel gehen wir meistens mit als letzte raus und wenn unser Pennplatz nicht viel weiter als 7 km entfernt ist, dann laufen wir zurück. Ansonsten recherchiere ich vorher intensiv, ob es im Umkreis von 2-3 km andere Haltestellen gibt, von denen mensch aus zurück fahren kann ohne Gefahr zu laufen, sich die Öffis mit der großen Masse an Fans zu teilen. Oft klappt das, manchmal aber auch nicht, so dass die Rückreise dann zur weiteren Herausforderung wird, wenn wir irgendwo am Arsch der Heide stehen und ich komplett ratlos bin. Und wenn ich weiß, wie in München, dass es gar keine andere Option gibt, als sich in die U-Bahn zu quetschen und darauf sehr lange in einem Pulk von Fans zu warten, dann gucke ich auf den Boden, atme flach und hoffe, keine Panikattacke zu bekommen. Klaro ist es mir wichtig, genau solche Situationen zu vermeiden.

Damit wäre das jetzt auch beantwortet. ;) Ich arbeite weiter dran und irgendwann gehe ich vor dem Spiel in eine Kneipe, dann zum Spiel und hinterher zu einem Konzert. Das alles ohne einen Tropfen Alkohol. Und jeden Moment davon genieße ich. (Haha, der war gut.) Das Ziel ist also formuliert, der Weg dahin Teil dessen. Jetzt ist aber erstmal Heimspiel, die Anreise gut geplant und eigentlich kann nicht viel schief gehen. Hopefully. 

Anreise

Morgen ist internationaler Frauentag bzw. feministischer Kampftag, was unsere Fanszene mit einem Flinta*-Marsch vor dem Spiel unterstreicht. Wir feiern das sowas von! Mehr dazu hier von Nina vom Millernton.

Und selbst in meinem Wohnkaff ist das zu erkennen. Auf dem Weg zum Bahnhof begeistern mich diverse an Laternen befestigte Statements. Einen kleinen Auszug davon gibt es hier:

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Weniger geil ist es am ICE Umsteigebahnhof. Samstag ist schon ein anderer Schnack als die gewohnte freitägliche Anreise. Es ist voll, hektisch und laut. Mir kommen bereits jetzt, um 10 Uhr Männergruppen mit 3/4 leeren Bierkisten entgegen, die später direkt neben mir am Gleis stehen, aber zum Glück dann doch weder Waggon noch Zug mit mir teilen werden. (Dafür eine ähnliche Horde mit 5 Liter Fässern und karnevalesker Kopfbedeckung, die mensch durchaus als kulturelle Aneignung einordnen kann, zumindest ist nichts daran lustig.) 

Ich nehme den ICE 2 Stunden (bzw. 1:20h) vor der eigentlichen Planung, was sich als ganz schön intuitiv vorausschauend (Glück gehabt halt) erweist, denn mein ursprünglich angepeilter fällt später dank eines Polizeieinsatzes im Zug aus. Mein neuer wird mit nur mittlerer Auslastung angekündigt und dank 40 minütiger Verspätung checke ich schon mal online die freien Plätze im Ruhewaggon und stelle fest: nix mehr frei. Oha. Ich reserviere noch schnell den drittletzten Platz im ganzen Zug und atme inzwischen seeehr flach. Die anderen Menschen werden das alles hier vermutlich mit einem müden Arschrunzeln quittieren, wenn sie davon überhaupt irgendwas registrieren. 

Temporäre Hilfe: Nervennahrung Zucker. Auf dem Weg zurück zum Gleis sehe ich eine total hilflose weiblich gelesene Person die Treppe runterkommen. Total dicht schafft sie es, am Handlauf mit beiden Händen festgeklammert und zittrigen Knien, pro Minute keine 2 Stufen mehr. Ich suche Hilfe, finde aber nur zwei unterschiedlich gelesene DB-Securities und weiß, dass das keine gute Idee ist, ich aber nur noch 8 Minuten habe. Ich frage, wo die Bahnhofsmission ist, ernte böse Blicke und den Hinweis, dass sie weit entfernt sei. Ich schildere den Fall, frage ob die sich kümmern können (womit ich natürlich meinte Hilfe zu holen), aber sie kommen nur wortlos mit. Nach 20 Sekunden unterbreche ich den folgenden Monolog gegen die hilflose Person: "Hey, die kriegt doch nix mehr mit und braucht jetzt sicher nicht so ne Ansage von euch, sondern Hilfe." "Naja, die hat ja auch schon ganz schön getankt." "Das ist doch scheißegal, die kann keinen Schritt mehr machen und ist kurz davor zusammen zu brechen." Doch stattdessen nur das übliche. Ich teile den beiden kurz mit, was ich von ihnen halte (dieses Mal ohne persönliche Konsequenzen, immerhin) und dass ich mich dann halt selber kümmere und hetze zur Bahnhofsmission. Eine Person am Eingang sagt mir, man käme gleich dorthin. Im Laufschrift geht es zurück, die drei sind nicht mehr zu sehen. Alleine und freiwillig wird die Person nicht weggegangen/-kommen sein. Meine Wut auf die Verhältnisse ist ungebrochen.

Mein reservierter Platz im ICE ist natürlich belegt, aber die Person nett und geht direkt. Ich entschuldige mich, obwohl es wenig Sinn macht und betone, dass ich mich auch woanders hingesetzt hätte, aber ist ja nix mehr frei. Ich bin froh, dass die Person deutlich jünger und augenscheinlich fitter ist als ich und einfach auf einen erst später reservierten Platz umziehen kann.

13 Uhr: Wir erreichen Bremen mit 45minütiger Verspätung. Die Möchtegernmexikaner werden zunehmend betrunkener und gefühlt wird nach anfänglich erträglicher Lautstärke im Waggon nur noch geschrien und das dauerhaft. Für die meisten hier offensichtlich kein Problem, dann wird zur eigenen Unterhaltung halt noch lauter geschrien. Für mich als HSP aber leider zunehmend belastend. Noch ne knappe Stunde, wenn nix mehr dazwischen kommt. 

14 Uhr: Poahr ey, hallo Hamburg! Schön, dass du gewartet hast.

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Samstag auf St. Pauli

Das Clubheim ist endlich wieder geöffnet (schon etwas länger) und ist jetzt auch wieder richtig schön. Geht da - schön oder nicht - gefälligst hin und supportet es. Das müsst Ihr ja nicht so machen wie ich, der direkt 5,5 Stunden dort verbringt und sich einen Ast über das dort neu erhältliche Guinness 0,0 abfreut. Für mich DAS alkfreie Bier, was der alkhaltigen Version am nächsten kommt. Schön mit Stickstoffkapsel in der Dose und daher fast wie frisch gezapft. Für mich ist das Abhängen hier ein Stück Vereinsleben, was ich auf Grund der Entfernung ja nicht ständig in der Art ausleben kann. Und da der Zulauf heute überschaubar und der akustische Pegel relativ gering ist, ist das hier für mich nach der Fahrt auch keine weitere Reiz-Belastung. Auf diesem Weg mal ein ganz dickes DANKE an alle dort ehrenamtlich tätigen Menschen!

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Währenddessen türmen sich draußen leere Astra-Flaschen irgendeiner Gruppe, die wohl vorher im Museum war, auf und die rekordverdächtig konsumiert. Mitten drin: Urs Fischer! Sogar im Mainz 05-roten T-Shirt. Funfact: Parallel dazu sehen wir ihn in der Bundesliga-Konferenz an der Seitenlinie rumturnen. Wie macht der das?

Dank unserer Runde aus bekannten und unbekannten Personen erfahre ich dann auch, dass es gar keinen IC(E) gibt, der von Frankfurt aus über meinen Zusteigebahnhof nach Hamburg fährt. Ich war mir sicher, dass ich das gecheckt hatte, aber offenbar war ich mir auch ohne Rückversicherung sicher, dass das die gleiche Verbindung ist. Ist sie aber nicht. Mäh!

Frankfurt

Sportliche/Fanspezische Vorberichte gibt es an den gewohnten Stellen (z.B. klick), da muss ich nix wiederholen (im Nachgang eh nicht). Die Heterogenität der einzelnen Blogs sind schließlich das Herausragende. ;)

Ich möchte schon alleine (nein, nicht alleine) deswegen nicht absteigen, weil ich die Auswärtsfahrten nach Frankfurt sehr schätze. Zugegeben habe ich damit Jahrelang vor allem diese hässliche Skyline verbunden, als krasser Gegensatz zu den marginalisierten Menschen, die sich hier in einer hervorzuhebenden Quantität in Bahnhofsnähe aufhalten sollen. Sag nicht ich, sagt das entsetzliche Internet. Gebe ich bei der Suchmaschine meiner Wahl "Frankfurter Bahnhofsviertel ein", so werden mir vier Fragen vorgeschlagen: "Wie hoch ist die Kriminalität im Frankfurter Bahnhofsviertel?", "Welche Stadtteile sollte man in Frankfurt vermeiden?", "Wo ist das Drogenviertel in Frankfurt?" und als Knallerhighlight: "Warum ist das Frankfurter Bahnhofsviertel so?". Ich hab nicht draufgeklickt.

Das Stadtbild interessiert mich da deutlich weniger, als die Schicksale und die Ursachen. Bei den Wolkenkratzern hingegen stört mich dann doch auch das Stadtbild (nein, da wird Herr Merz sich nicht drum kümmern). Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Nach den beiden Awayfahrten dorthin, sind allem positive Eindrücke hängen geblieben. Sollten wir drin bleiben (und natürlich tun wir das!) sei Euch für die nächste Awayfahrt das jüdische Museum sowie die wundervolle Hummus' Küch ans Herz gelegt: Kneipe mit Fassbier, alkolfreiem Bier aus der Flasche, tollen Menschen hinter der Theke und fantastischer veganer Küche. Träumchen!

Matchday

Am nächsten Morgen kommt mir nähe des Gängeviertels bereits um 10:40 Uhr eine Gruppe von geschätzt (was ich aber schlecht kann) ca. 200 copbegleiteten SGE-Ultras entgegen. Das erwähne ich auch nur der Sensationsgeilheit wegen.

Domaufbau ist ähnlich scheiße wie Dom und ich bin froh, früh im Stadion zu sein, nachdem ich außer der Reihe heute vorher nahezu ausschließlich am Club-Heim abhänge und lieb gewonnene Menschen in die Arme schließen kann.

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Die sonstigen anwesenden Fanclub-Members geben derweil auf die Süd, während ich mich in G2 freue, dass auch hier die Stimmung heute ausgesprochen gut ist. Unsere Choreos einmal mehr fantastisch. Zum Spielbeginn:

choreo

und die zum FLINTA*-Kampftag über 3 Tribünen dem Anlass gebührend. Hier natürlich nur zwei Seiten zu sehen und ich frage mich einmal mehr, warum ich überhaupt Fotos von Heimspielen hochlade, da Gröni auch diese Choreo garantiert in wundervolle Bilder gepackt hat (will sagen: jetzt noch nicht online, aber sicher später hier zu sehen).

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Einziger Nachteil meines Platzes, welchen ich dankeswerter Weise wieder beziehen durfte: (Erneut) die beiden Dauerraucher direkt vor mir, die 90+X Minuten lang durchziehen und ich - egal wie sie die Kippen halten - ununterbrochen das Zeug abkriege und bei jedem Atemzug passiv mitrauche. Ja, natürlich ist das ok, ist halt Stadion und solange es keine Nichtraucher*innenbereiche gibt, ist es halt so. Auch wenn meine scheiß Augengeschichte da Gift und Galle spuckt.

konfi

Da wo früher das zum Glück nicht mehr gespielte Lied gespielt wurde, dürfen wir uns heute über Brigade Helbing's LAK-Cover "Mehr als Fußball" freuen. Hier oben ist der Sound nur leider gewohnt äußerst mies und matschig. Ich hoffe sehr, dass da irgendwann mal was an der PA gemacht wird. In den allermeisten Stadien wäre ich angesichts der Songauswahl froh, so wenig zu verstehen. Am Millerntor hingegen ist die Musikauswahl ja bekanntlich immer wieder eine Freude.

Wie auch immer: Sollte es irgendwann mal wieder ne "Stadionhymne" geben, wäre das mein Favorit. Ob sie den Weg ins Stadion nehmen wird, wie einst die beiden Vorgängersongs, halte ist allerdings für eher unwahrscheinlich. Leider. Na mal sehen, wie die Uhren weiter ticken.

tirolis

Auf dem Feld nervt Zwayer wie gewohnt. Ja, lange Rede, kurzer Sinn, es gibt gar nicht soo viel zu berichten: Ich gehöre ja zur Kategorie "mit unseren Möglichkeiten ist jeder Punkt in dieser Liga bereits ein Erfolg" und wenn ich mir dann anschaue, wie wir diese in den letzten Wochen geholt haben (und auch heute), habe ich allergrößten Respekt. Und nein, das Budgetthema ist kein "Totschlagargument". Es ist schlichtweg die Realität.

Abpfiff und um uns herum natürlich keine Ekstase, aber durch die Bank große Zufriedenheit-Gesten: Zugenicke, Umarmungen und was mensch halt sonst so macht nach einem guten 0:0 gegen einen etablierten Tabellensiebten in Liga 1. Trotz weniger Torszenen ein gutes Spiel. Würd ich mal so sagen mit meiner G2-Sicht (mit noch besserer Sicht - vermutlich ohne Qualm vor den Augen - wie gewohnt sicher zeitnah beim Millernton nachzulesen).

Fazit: Die prozentuale Verteilung von spielbezogenem Inhalt zu Egokram dürfte damit auch ein rekordverdächtiges Verhältnis eingenommen haben. Gern geschehen.

rrysticker

Zum Abschluss noch ein Verbraucher*innen-Tipp. :) Dank grünversiffter FCSP-Menschen gibt es auch die kleinen Hinweise im Alltag, die in Zeiten wie diesen (und sowieso) nicht in erster Reihe stehen. Aber das müssen sie auch gar nicht, da die eigene Lebensrealität trotz aller Grausamkeiten in dieser Welt, nun mal trotzdem da ist. Also, Thema: Paypal-Alternativen. Weil vor wenigen Tagen aus dem FCSP-Umfeld drauf hingewiesen worden, erstmalig selber genutzt und ziemlich angetan. Die meisten von Euch werden es bereits gehört haben: Wero, eben DIE oft zitierte europäische Paypal-Alternative. Schaut mal in Eure Banking-App, ob Eure Bank das bereits anbietet. Falls ja: Freischalten und sich freuen, dass es kein Stück aufwändiger ist, als Paypal. Zumal Ihr nicht mal eine zusätzliche App benötigt. Zahlungen funktionieren ebenfalls über E-Mail-Adresse oder Handynummer. Ja, natürlich mögen wir alle keine Banken und den ganzen Rotz, aber! Wenn ich verschiedene Übel zur Wahl habe, wähle ich halt das kleinere. Gute Nacht!